Kopf verlauf

Aus dem Stadtrat vom 10.10.2019

Am 10. Oktober 2019 fand die erste Stadtratssitzung mit den neugewählten Stadträten nach der Kommunalwahl am 26. Mai 2019 statt. An diesem Abend erfolgten die Konstituierung und die Vereidigung der Ratsmitglieder. Künftig werden im Stadtrat fünf Fraktionen vertreten sein. Die CDU bildet mit Jens Schwarzer von den Bürgern für Markranstädt eine Fraktion und kommt somit auf 11 der 22 Sitze. Die SPD geht mit Bündnis 90/Grüne eine Fraktion ein und kommt auf drei Sitze. Die AfD hat vier, die FWM zwei, ebenso die Linke. Leider kann Carmen Osang ihr Mandat aufgrund von Hinderungsgründen nicht wahrnehmen. Für sie rückt Katrin Haenel nach. Für die CDU sind jetzt im Stadtrat: Dr. Volker Kirschner als Fraktionsvorsitzender, Birgit Riedel und Jens Schwertfeger als stellvertretende Fraktionsvorsitzende, Michael Unverricht, Mike Schärschmidt, Roland Vitz, Mike Hienzsch, Anja Merkel, Matthias Prautzsch und Katrin Haenel. Wir gratulieren den gewählten Stadträten und wünschen ihnen viel Erfolg bei ihrer ehrenamtlichen Tätigkeit.

Für den Technischen Ausschuss und den Verwaltungsausschuss sollten ebenfalls die Mitglieder bestimmt werden. Um einen Sitz in den Ausschüssen zu beanspruchen (welcher aufgrund des Wahlergebnisses nicht möglich ist), sind die FWM eine sogenannte Kooperation mit der AfD eingegangen. Damit wollten sie sich jeweils zwei Sitze in den Ausschüssen und zwei Vertreter im Ältestenrat sichern. Da sich die Mehrheit der Stadträte mit 13 Stimmen und zwei Enthaltungen gegen das Einigungsverfahren und Wahlverfahren aussprach, griff wieder das Ergebnis aufgrund der Kommunalwahl und nicht das Konstrukt von AfD/FWM. Demnach stehen der CDU vier Sitze in den Ausschüssen zu, der SPD/Bündnis 90/Grüne und AfD jeweils einer. Die Benennung nach D’Hondt erfolgt im nächsten Stadtrat. Bei der Besetzung der Mitglieder des Aufsichtsrats der MBWV verständigte sich die Mehrheit auf das Wahlverfahren, welches ebenfalls im nächsten Stadtrat erfolgt. Als Vertreter für den Zweckverband „Erholungsgebiet Kulkwitzer See“ wurden gewählt: Birgit Riedel (ihr Stellv. Mike Hienzsch), Jens Schwarzer (sein Stellv. Michael Unverricht) und Bodo Walther (sein Stellv. Kirsten Geppert).

Weiterhin wurde der Sitzungsrhythmus der Ausschüsse (TA und VA) und des Stadtrates (SR) beschlossen: TA – letzte Montag im Monat, 18.30 Uhr, „Grüner Salon“; VA – letzter Dienstag im Monat, 18.30 Uhr, „Grüner Salon“; SR – erste Donnerstag im Monat, 18.30 Uhr, „Ratssaal“.

Neben den formalen Beschlüssen einer konstituierenden Sitzung wurde noch der Beschluss über die Beschaffung neuer Feuerwehrschutzkleidung für die Freiwillige Feuerwehr Markranstädt einstimmig gefasst. Im Wert von rund 53.500 Euro werden jeweils 29 Überjacken und Überhosen TITAN sowie 23 Überjacken und Überhosen ADVANCE PROGRESS angeschafft. Die Anschaffung wird zu 75 % durch den Freistaat Sachsen gefördert.

 

Neuer stellvertretender Bürgermeister gewählt

Zur konstituierenden Stadtratssitzung am 10. Oktober 2019 wurde Michael Unverricht (CDU) zum neuen stellvertretenden ehrenamtlichen Bürgermeister gewählt. Mit 12 von 21 Stimmen schaffte er die Wahl im ersten Durchlauf. Damit übergibt Dr. Volker Kirschner (CDU) den Staffelstab an Michael Unverricht. Seit dem Jahr 2013 war Dr. Kirschner stellvertretender Bürgermeister. In der bürgermeisterlosen Zeit kam ihm dabei eine besondere Bedeutung zu. Gemeinsam mit unserer 1. Beigeordneten Beate Lehmann hat er unaufgeregt und souverän damals die Aufgaben des stellvertretenden Stadtoberhaupts wahrgenommen. Dafür zollen wir ihm unseren größten Respekt. In der neunen CDU/BfM-Fraktion übernimmt Dr. Kirschner den Fraktionsvorsitz. Mit seiner langjährigen Erfahrung als Kommunalpolitiker wird er unter den neuen Gegebenheiten im Stadtrat mit der nötigen Ruhe und Professionalität die Interessen der Markranstädterinnen und Markranstädter gut vertreten. Wir bedanken uns herzlich bei Dr. Volker Kirschner für seine Leistungen als ehrenamtlicher Bürgermeister. Für die neuen Herausforderungen, ob bei Michael Unverricht als stellvertretender Bürgermeister oder bei Dr. Volker Kirschner als Fraktionsvorsitzender, wünschen wir beiden viel Kraft und alles Gute.


 

Herbst 1989 - 30 Jahre Mauerfall

Horst Sindermann, SED-Zentralkomitee sagte einst, "Wir hatten alles geplant, wir waren auf alles vorbereitet - ...nur nicht auf Kerzen und Gebete." Nur mit einer Kerze in der Hand haben sich Tausende Menschen der übermächtigen Staatsmacht entgegengestellt und für Freiheit demonstriert. Mit ihrem Mut haben sie das Ende der SED-Diktatur herbeigeführt. Dafür sagen wir, die CDU Markranstädt, danke mit einem Kerzenlicht, dem Symbol der friedlichen Revolution von 1989. 

Begleiten wollen wir dies mit kleinen Geschichten aus der Zeit vor 1989, um das Revolutionsjahr und danach.

CDU Markranstädt 

 

Herbst 1989 – 30 Jahre Mauerfall - Teil 2

Beate Lehmann dankt Klaus Frank

Bereits im Jahr 1964 gründete der Schmiedemeister und Dipl.-Ing. Klaus Frank den Handwerksbetrieb Frank Fahrzeugbau. Mit etwas Glück entging das Unternehmen der Verstaatlichung. Mit ihrer erkennbaren Qualität der Serviceleistung prägte Frank den Begriff „Qualitätsschmiede“. Seit dem Jahr 1994 ist der Betrieb in Frankenheim zu Hause und hat sich seitdem stetig weiterentwickelt. Mittlerweile hat Sohn Andreas Frank die Unternehmensführung übernommen und bereits Enkel Max arbeitet mit. Beate Lehmann bedankt sich bei der Familie Frank. Sie haben nicht nur ein erfolgreiches Unternehmen aufgebaut, sondern sie engagieren sich auf vielfältige Art in Markranstädt und der Region.

Dazu Klaus und Ursula Frank: „Recht herzlichen Dank für die tolle Idee zum 30. Jahrestag des Mauerfalls eine Kerze zu schenken. Beim Anzünden denkt man an die vielen Montage im Herbst 1989 zurück, an die Angst, den Mut und die Freude über das Ende der DDR. Ein besseres Symbol für diese Zeit gibt es nicht.“

 

Herbst 1989 - 30 Jahre Mauerfall - Teil 1

Karin Rödger

Karin Rödger verschenkt fünf Kerzen an Menschen, deren Geschichten sie tief bewegt haben. Eine davon hat sie uns erzählt. Er war Landwirt und musste sein gesamtes Hab und Gut an die örtliche LPG abgeben. Das hat ihn aufgewühlt und fortwährend beschäftigt. Für ihn war das eine untragbare Belastung, das Land seiner Familie in fremden Händen zu wissen. Mit der Wende fügte es sich zum Guten. Er bekam das Erbe seines Vaters und Großvaters zurück. Einen Teil des Bodens stiftete er und ließ einen Eichenwald anlegen - als ein Symbol für Nachhaltigkeit und eine gute Zukunft der folgenden Generationen. Zwischenzeitlich ist er verstorben. Doch seine Frau im gesegneten Alter von 91 Jahren lebt. Mit ihr gemeinsam wird Karin Rödger auf den Friedhof gehen und die Kerze auf seinem Grab anzünden.

 

Kreistag LK Leipzig konstituiert sich

Am 18. September 2019 konstituierte sich der neugewählte Kreistag für den Landkreis Leipzig. Aus Markranstädt sind Beate Lehmann und Heike Helbig als zwei der insgesamt 20 CDU-Vertreter im Kreistag gewählt worden. Zusammen mit der FDP wurde eine CDU/FDP Fraktion mit insgesamt 24 Fraktionsmitgliedern gebildet. Den Vorsitz der Fraktion übernimmt Bürgermeister Maik Kunze aus Groitzsch. Stellvertreter sind Anne-Katrin Seyfarth (CDU) und Dieter Hager (FDP).

Als Kreisrätin ist Heike Helbig als ordentliches Mitglied im Jugendhilfeausschuss und im Betriebsausschuss im Bereich kreiseigene kulturelle Einrichtungen vertreten, als Stellvertreterin für Maik Kunze im Kreisausschuss. Beate Lehmann übernimmt die Stellvertretung von Anne-Katrin Seyfrath im Haushaltsausschuss und von Karsten Frosch im Integrationsbeirat.

Weiterhin beschloss der neue Kreistag die Gründung einer Breitband-GmbH. Die GmbH hat zum Ziel, unterversorgte Regionen über Förderprogramme auszubauen.

Auf diesem Weg bedanken wir uns mich noch einmal für das uns entgegengebrachte Vertrauen zu Kommunalwahl 2019. Gern stehen wir für Ihre Anregungen in Bezug auf unseren Landkreis Leipzig zur Verfügung.


 

Ortschaftsräte haben sich konstituiert

Nach der Kommunalwahl vom 26. Mai 2019 haben sich in den zurückliegenden Wochen die Ortschaftsräte unserer Ortschaften konstituiert. In allen sechs Ortschaften ist die CDU gut vertreten, in zwei Räten, Quesitz und Großlehna, konnte die CDU alle fünf Sitze gewinnen. Durch die Wahl des Ortsvorstehers/-steherin rücken neue Mitglieder nach. Ortschaftsräte sind in den nächsten fünf Jahren wie folgt aufgestellt:

  • Frankenheim mit 4 Sitzen für CDU, 1 Sitz SPD, Ortsvorsteher ist Jens Schwertfeger
  • Göhrenz mit 3 Sitzen für Bürger für Markranstädt, 1 Sitz CDU und 1 Sitz FWM, Ortsvorsteher ist Jens Schwarze (BfM)
  • Großlehna mit 5 Sitzen CDU, Ortsvorsteherin ist Carina Radon (CDU)
  • Kulkwitz mit 4 Sitzen CDU, 1 Sitz FWM, Ortsvorsteherin ist Carmen Osang
  • Quesitz mit 5 Sitzen CDU, Ortsvorsteher ist Mike Hienzsch
  • Räpitz mit 4 Sitzen CDU, 1 Sitz BfM, Ortsvorsteher ist Roland Vitz (CDU)

Wir wünschen den neu gewählten Mandatsträgern viel Erfolg.


 

 

Antrag der CDU-Fraktion zur Beschlussfassung für die nächste Stadtratssitzung

 

Sehr geehrter Herr Bürgermeister, sehr geehrte Damen und Herren Stadträte,

Bereits seit vielen Jahren bewegt den Stadtrat sowie die Bürgerschaft der Umstand, dass Markranstädt keinen barrierefreien Zugang zum Bahnnetz besitzt. Eine Verbesserung der Situation ist trotz verschiedenster Aktivitäten aus der Bürgerschaft, vor allem aus dem Arbeitskreis „Markranstädt barrierefrei!?“ nicht erfolgt. Auf Anregung des Arbeitskreises, in welchem Mitglieder der CDU seit vielen Jahren mitarbeiten, bringen wir folgenden Antrag zur Beschlussfassung im Stadtrat ein.

Die Stadtverwaltung möge eine Machbarkeitsstudie zur barrierefreien Ertüchtigung des Bahnhofes Markranstädt in Auftrag zu geben und hierfür alle Möglichkeiten einer öffentlichen Förderung akquirieren und ausschöpfen.

Ziel der Studie soll es sein, alle Varianten einer barrierefreien Ertüchtigung des Bahnhofes zu prüfen, darzustellen und die jeweiligen Kosten zu ermitteln. Gleichfalls sind Fördermöglichkeiten darzustellen und die genauen täglichen Fahrgastzahlen sowie die variantenspezifischen Folgekosten festzustellen. Die Studie soll bis Oktober 2019 beauftragt sein. Eine Vorstellung der Studie im Stadtrat soll zum Zeitpunkt Juni 2020 erfolgen.

Durch eine umfassende Machbarkeitsstudie soll dem Stadtrat die Möglichkeit gegeben werden, das Thema Barrierefreiheit des Markranstädter Bahnhofes besser in seine Zielsetzungen und Entscheidungen einzubinden. Dabei steht die Verbesserung der Zugangssituation für alle Einwohner und Gäste unserer Stadt im Mittelpunkt, sei es nun eine Verbesserung für Fahrgäste mit Kinderwagen, Fahrrad und schwerem Gepäck oder die grundsätzliche gleichberechtigte Teilnahme von Menschen mit körperlichen Einschränkungen.

Auch die öffentliche Wahrnehmung der Stadt von außen wird durch eine attraktive und für alle nutzbare Anbindung an das Bahnnetz als harter Standortfaktor mit Wirkung auf das Wohnen und Leben, dir Kultur und die Wirtschaft deutlich verbessert.

Markranstädt, 08.08.2019

 

Jens Schwertfeger (stellv. Fraktionsvorsitzender)

Michael Unverricht (Fraktionsvorsitzender)

 

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