Kopf verlauf

Aktuelles aus Markranstädt und seinen Ortsteilen

Aus dem Stadtrat vom 07. September 2017

Obwohl es nach der Sommerpause die erste Sitzung war, die Tagesordnung sehr überschaubar kurz und der Bürgermeister mit Blick auf seinen baldigen Urlaub in entsprechender Stimmung. 

Zur Bürgerfragestunde wurde erstmal öffentlich, dass Bürger ein seit 20 Jahren gepachtetes Gewerbegrundstück zum Jahresende gekündigt wurde. Sie hatten die Grundstücke als Garten genutzt, jedoch sah der Pachtvertrag enge Vorschriften der Nutzung vor. Künftig soll laut Auskunft der Stadtverwaltung die im Bebauungsplan festgeschriebene gewerbliche Nutzung durchgesetzt werden. Die Pächter baten dies nochmals zu überdenken. Wie wir weiter erfuhren, hat einer der Pächter ein Nutzungskonzept für eine gewerbliche Verwendung bei der Stadt eingereicht. Auf Nachfrage unserer Stadträtin Judith Heine, ob es darüber hinaus ein konkretes Angebot gäbe, bestätigte dies der Bürgermeister ohne jedoch konkret zu werden. Wir werden uns mit dem Sachverhalt intensiv auseinandersetzten. Es ist letztlich abzuwägen, welche Entscheidung die Beste ist.

Im Anschluss wurden folgende Beschlüsse gefasst:

Bebauungsplan der Innenentwicklung gemäß §n13a BauGB Gewerbegebiet „Am Hopfenteich“ Markranstädt – Einleitung eines förmlichen Satzungsverfahrens nach § 2 BauGB: Das Verfahren wird eingeleitet, da die dort ansässige Firma Markranstädter Haustechnik sich erweitern möchte und dazu das Baurecht benötigt. Die Finanzierung des B-Planes wird über eine städtebauliche Vereinbarung zwischen Stadt und Unternehmen geregelt und von der die Firma getragen. Der Beschluss wurde einstimmig gefasst.

Wirtschaftsförderung – Verkauf eines Grundstückes im Gewerbegebiet „Ranstädter Mark“ – Gemarkung Markranstädt, Flurstück 715/16. Dabei plant die Stadt den Verkauft eines ca. 4.200 qm großen Grundstück zum Preis von 96.784 Euro. Dieser Beschluss war bereits einmal Thema im Stadtrat und musste wegen eines Schreibfehlers im Vornamen des Käufers geheilt werden.

Die nächsten beiden Beschlüsse gehören zusammen. Im ersten geht es um „Aufhebung des Beschlusses 2016/BV/281 vom 27.01.2016 – Verkauf von unbebauten Grundstücken- Bereich „Westufer Kulkwitzer See““ und im zweiten um den „Verkauf von unbebauten Grundstücken – Bereich „Westufer Kulkwitzer See“. Die Interessenten wollten nicht den Lärmschutzwall miterwerben. Deshalb wurde dieser aus dem Grundstück herausgenommen. Jetzt kauft die Familie das Grundstück von ca. 751 qm zum Preis von 142.690 Euro.

Anschließend informierte Fachbereichsleiterin Frau Kohles-Kleinschmidt über die Haushaltentwicklung im ersten Halbjahr 2017. Demnach entwickeln sich die Erträge und Aufwendungen planmäßig. Es werden auch keine gravierenden Ertragsausfälle erwartet. Auch die Stadt profitiert von der guten Zinslage am Kreditmarkt. Durch eine Umschuldung sind Zinseinsparungen von rund 14.000 Euro im Jahr möglich. Bis zum Jahresende wird die pro-Kopf-Verschuldung von 589 im Halbjahr auf 570 Euro sinken.

Bauamtsleiter Herr Pleße informierte über den Baufortschritt zur neuen KiTa „Am Stadtbad“. Demnach sind keine weiteren Kostenerhöhungen zu erwarten. Man geht von Gesamtkosten in Höhe von 2,077 Mio. Euro aus. Das Projekt befindet sich im Zeitplan. Stadträtin Dr. Barche gab den Hinweis, dass man ehrlich sein sollte. Schließlich sah die Ursprungsplanung Kosten von 1,6 Mio. Euro vor, sodass es auch hier eine Verteuerung gibt.

Dann wurde noch über verschiedene Veranstaltungstermine informiert. So sind vom 14. September bis 15. September 2017 Teilnehmer des Netzwerkes „Place of Peace“ zu Gast im Schloss Altranstädt. Am 15. September wird sowohl die Tagesklink der Außenstelle Altscherbitz in der Hordisstraße und die Kreisstraße in Göhrenz eröffnet. Deshalb laden die Stadt und der Ortschaftsrat Göhrenz zum Straßenfest um 13.00 Uhr Höhe des Restaurants Seenswert ein. An diesem Wochenende findet weiterhin der Sachsen Cup im Löschangriff der Freiwilligen Feuerwehren am Westufer des Kulkwitzer Sees statt, was im Zusammenhang mit dem 150. Geburtstag unserer Markranstädter Wehr steht. Wir gratulieren herzlich zum Jubiläum und haben große Hochachtung vor dem selbstlosen und ehrenamtlichen Engagement unserer Kameradinnen und Kameraden. Möge der heilige Florian ihnen immer zur Seite stehen. Anlässlich des Jubiläums kann ab sofort eine Festbroschüre für 3,50 Euro im Bürgerrathaus erworben werden. 

Letztlich bleibt für uns als CDU Fraktion immer noch offen, wie wir den Zweckverband „Erholungsgebiet Kulkwitzer See“ besetzten sollen. Nachdem Fachbereichsleiterin Wagner mitteilte, dies ginge aufgrund unserer Geschäftsordnung nur durch Stadträte aus der CDU Fraktion. Dem widersprach der Bürgermeister. Er meinte, er könne es entscheiden, dass es der CDU selbst überlassen ist, einen Vertreter auch aus einer anderen Fraktion zu benennen. Wir müssen jetzt erstmal darüber beraten, wie wir mit diesen unterschiedlichen Aussagen umgehen werden.

Der Markranstädter Posaunenchor wird 110 Jahre und erhält die „PRO MUSICA-Plakette“ des Bundespräsidenten

Dieter Herz vom Sächsischen Staatsministerium für Kultus mit einem Grußwort des Bundespräsidenten

22. August 2017 - Markranstädt blickt auf ein musikalisches Festwochenende zurück. Unser Markranstädter Posaunenchor wurde in diesem Jahr 110 Jahre alt und beging dieses Jubiläum mit einem Festkonzert am Sonnabend und einem Festgottesdienst am Sonntag in der jeweils bestens besuchten St. Laurentiuskirche.

Im Rahmen des Gottesdienstes wurde dem Posaunenchor die „PRO MUSICA-Plakette des Bundespräsidenten überreicht. Die „PRO MUSICA-Plakette“ wurde im Jahre 1968 durch Bundespräsident Heinrich Lübke gestiftet. Sie ist eine Auszeichnung für Vereinigungen von Musikliebhabern, die sich in langjährigem Schaffen besondere Verdienste um die Pflege des instrumentalen Musizierens und damit um die Kulturförderung erworben haben. Ab einem Alter der Musikvereinigung von mindestens 100 Jahren kann die Plakette verliehen werden, was unser Chor somit übererfüllt hatte.

Im März 1907 wurde unser Posaunenchor vom Gastwirt Richard Heerde aus Markranstädt ins Leben gerufen. Heute wird er vom Markranstädter Bernd Meißner geleitet, dem Tobias Haenel in allen organisatorischen Dingen eng zur Seite steht.

In ihren Ansprachen würdigten Herr Dieter Herz, vom Sächsischen Staatsministerium für Kultus, Pfarrer Michael Zemmrich, Vertreter des Kirchenvorstandes und des Kirchenchores das langjährige Wirken unseres Posaunenchores für die Kirchgemeinde, aber auch für die Bereicherung des Musiklebens in unserer Stadt. Dabei greift der Chor auf ein breites Repertoire aus kirchlichen Liedgut, Klassik, Spirituals und Volksmusik zurück. Im Rahmen der Konzerte hörten wir u.a. Werke von Händel, Bach, Mozart, Prucell, Telemann und vielen mehr. Die Kirche war dabei erfüllt von einer ergreifenden musikalischen Pracht.
Neben dem Musizieren steht aber auch die Ausbildung der nächsten „Posaunengeneration“ im Aufgabenheft des Chores. In den letzten Jahren konnten wieder verstärkt Kinder und Jugendliche an ein Instrument und das gemeinsame Spielen herangeführt werden. Ein aus der sonntäglichen Chormusik herausgelöstes Duo der Jugendlichen bezeugte den Ausbildungserfolg sehr deutlich.

Auch die CDU Markranstädt möchte sich an dieser Stelle für das langjährige Wirken unseres Posaunenchores, für viele musikalische Erlebnisse und Bereicherungen sowie für die Ausbildungsarbeit herzlich bedanken. Wir wünschen den Musikern alles Gute für das persönliche Leben, viel Kraft und immer gute Luft für das weitere Musizieren.


Viele Gäste zum Farmfest auf der „Kleinen Farm“

Am Freitag, dem 18. August 2017, haben der Verein Richtungswechsel e. V. und die KiTa Waldkunuffel zum Farmfest auf der „Kleinen Farm“ eingeladen. Wir freuen uns, dass das Fest so großen Zuspruch fand. Es ist beeindruckend, was der Verein mit vielen fleißigen Helfern aus einer verwilderten Brache gemacht hat. Es ist ein Gelände geworden, wo Kinder kleine Abenteurer sein dürfen, aber auch Verantwortung für die Tiere und die Natur übernehmen. In einem kleinen Theaterstück haben uns die Kinder dann vermittelt, was sie von uns verlangen – nämlich ihnen eine Zukunft zu ermöglichen und Rücksicht auf die Umwelt zu nehmen. Stellvertretend für uns Erwachsene gab Kathrin Haenel das Versprechen ab, sich dafür aktiv einzusetzen.

Wir wünschen dem Projekt weiter gutes Gelingen. Der CDU Stadtverband Markranstädt unterstützen es im Rahmen seiner Möglichkeiten auch gern weiter, denn hier wird nachhaltig, sehr gute pädagogische Arbeit geleistet. Dafür gebührt den Organisatoren ein großes Dankeschön.

 

Heimat entdecken – mit dem Rad zu Markranstädts Kirchen

Über 50 Teilnehmer zählte am 29. Juli 2017 die Radtour des CDU Stadtverbandes Markranstädt zu den Kirchen in Markranstädt. Fast alle nahmen dabei an der gesamten Rundfahrt teil, einige besuchten nur einzelne Ziele. Zuerst führte Burkhard Schmidt vom Förderverein der Sankt Laurentiuskirche durch das imposante Gebäude auf dem Markranstädter Markt und gewährte einen Blick in die Kreutzbach-Orgel von 1886. Bevor die Teilnehmer von Markranstädt aus starteten, wurde vor der Linde zwischen Schulstraße und Kirche ein Schild montiert. Dieses deutet künftig darauf hin, dass es sich um eine „Lutherlinde“ handelt. Bereits 1845 pflanzte Pfarrer Weißbach an diesem Ort eine Linde zur Erinnerung an die Einführung der Reformation im Jahr 1545. Leider fiel dieser Baum 1948 einem Unwetter zum Opfer. Noch im gleichen Jahr pflanzte die Junge Gemeinde einen Ersatz welcher nun schon wieder fast 70 Jahre unseren Marktplatz ziert.

An der Wehrkirche Kulkwitz begrüßte Pfarrer Michael Zemmrich und Franziska Bloyl vom Kirchenvorstand die Gruppe. Die kleinste Kirche der Ev.-Luth. Kirchgemeinde Markranstädter Land wird sich wohl mit ihrem romanischen Gemälde aus der ersten Hälfte des 13. Jahrhundert zu einer Berühmtheit entwickeln. Bei Restaurierungsarbeiten wurde das Bildnis zufällig erst vor wenigen Jahren entdeckt. 10.000 Euro stehen dieses Jahr für die weitere Freilegung zur Verfügung. Insgesamt werden jedoch 24.000 Euro veranschlagt, deshalb sind Spenden herzlich willkommen. Amüsant war auch die Beschreibung zur Außenfassade der Kirche. Sanierungspläne sahen einen Putz vor, wusste Pfarrer Zemmrich zu berichten. Glücklicherweise konnte nachgewiesen werden, dass die Steinfassade langlebig und witterungsbeständig ist, sodass die schöne Außengestaltung erhalten bleiben konnte.

Danach ging es weiter zum Pfarrhaus in Schkeitbar. Mit einer sommerlich gedeckten Kaffeetafel wurden die Reisenden im etwas versteckten Pfarrgarten empfangen. Bei Kaffee und Kuchen sowie frischem Obst war Zeit zum gemütlichen Austausch. Frau Martina Vitz aus Räpitz wurde hier durch die Bundestagsabgeordnete Katharina Landgraf und Michael Unverricht für 40 Jahre aktive Mitgliedschaft in der CDU ausgezeichnet und gewürdigt.

Die Heimatstube im Pfarrhaus war geöffnet und zeigte anschaulich das Leben vergangener Generationen in unseren Dörfern. Viel Wissenswertes wusste Dieter Rackwitz über die Ev. Pfarrkirche Schkeitbar zu berichten, welche durch ihre Größe und die barocke Ausstattung sehr beeindruckte. Vor der Weiterfahrt wurden gemeinsam drei Tauben zum Zeichen des Friedens fliegen gelassen. Neben Bundestagsabgeordnete Katharina Landgraf freuten sich vor allem die Kinder und Jugendlichen über die Täubchen zum Anfassen.

Letzte Station der Radtour war die Kirche in Quesitz. Thomas Meißner vom dortigen Traditionsverein erläuterte, dass in Quesitz über Jahrhunderte viele europäische Würdenträger, unter anderem 1706 der polnische König und im Jahr 1814 der russische Zar, Gäste des Gotteshauses waren. Aber auch über die Orte Döhlen und Quesitz, welche sich die Kirche teilen mussten, gab es eine lustige Anekdote zu berichten. So mussten sich die Döhlener einen eigenen Eingang zum Kirchenschiff schaffen, da sie in Quesitz als „Ausländer“ gesehen wurden.

Zum Abschluss wurde bei Bratwurst und kühlen Getränken ausgiebig über die abwechslungsreiche Tour gesprochen. Auch Katharina Landgraft war mehr als beeindruckt von der Vielfältigkeit und den zauberhaften Kulturschätzen unserer dörflichen Historie. Michael Unverricht, Vorsitzender des CDU Stadtverband Markranstädt bedankt sich bei allen, die diese facettenreiche Radtour ermöglicht haben. Da sich alle einig waren, dies zu wiederholten, ist für die Kirchen im Norden Markranstädts eine ähnliche Tour geplant.

 


Richtfest an neuer Kindertagesstätte "Am Stadtbad"

Am 20. Juni 2017 war Richtfest beim Neubau der KiTa "Am Stadtbad". Für 2,105 Mio. Euro entstehen hier 82 Plätze für Krippe und Kindergartenkinder. Wir Stadträte nutzen die Gelegenheit zu einem Rundgang durch den Rohbau und bekamen von Frau Spindler vom Träger DRK das Konzept und spätere Nutzung der Räume erläutert. Eingebettet am Rande des Stadtparkes verfügt das Gebäude viele gut Möglichkeit für eine naturnahe pädagogische Arbeit. Aber die Bäume bieten auch eine schöne Klimatisierung an heißen Tagen.

 

Wir freuen uns auf die Einweihung zu Jahresbeginn und bedanken uns bei den ausführenden Unternehmen für Ihre bisherige Arbeit.


Der Neubau zum Gymasium bekommt ein Gesicht


Aus dem Stadtrat vom 01. Juni 2017

Nachdem der Bürgermeister formal den Einstieg in den Stadtrat vom 01. Juni 2017 bearbeitet hat, kam regulär die Bürgerfragestunde. Dort mussten wir mit Verwunderung feststellen, wie eine Bürgerin augenscheinlich vom Bürgermeister mit dem Hinweis, sie hätte sich zu spät gemeldet, ignoriert wurde. Wie sich später herausstellte, wohnt sie in der Nachbarschaft der Gemeinschaftsunterkunft für Asylbewerber. Hier ist zu vermuten, dass sich der Bürgermeister nicht ganz unbeabsichtigt so verhalten halt.

Die wichtigsten beiden Beschlüsse dieser Sitzung waren mit Sicherheit die Einrichtung eines eigenständigen Gymnasiums Markranstädt zum Schuljahr 2018/19 sowie das Ausscheiden der Stadt Markranstädt aus der Zweckvereinbarung zur Übertragung der Schulträgerschaft zwischen dem Landkreis Nordsachsen, der Stadt Schkeuditz und der Stadt Markranstädt sowie zur Schließung der Außenstelle Markranstädt des Gymnasiums Schkeuditz.

Bereits im Jahr 2012 fassten wir Stadträte noch unter unserer Bürgermeisterin Carina Radon den Grundsatzbeschluss, in Markranstädt wieder ein eigenständiges Gymnasium einzurichten.

Seitdem diesem Beschluss gab es zwar einige Gespräche mit der Landesdirektion, doch insbesondere durch die Haltung und die Bedenken der Stadt Schkeuditz konnte kein verbindliches Ergebnis erreicht werden. Und das einst vom Markranstädter Bürgermeister propagierte „Gentleman’s Agreement“ brachte es noch nicht einmal an die Öffentlichkeit.

Deshalb hat sich der CDU Stadtverband dem Thema angenommen. Im Sommer letzten Jahres führten wir intensive Gespräche mit den Landräten der Landkreise Leipzig und Nordsachsen sowie mit Vertretern der Bildungsagentur und des Gymnasiums. Dem vorrangegangen war ein Termin mit dem Landrat Henry Graichen (CDU) im Frühjahr 2016. Mit seiner Unterstützung gelang es alle Gesprächsteilnehmer an einen Tisch zu bringen.

Bei diesen Terminen wurde deutlich, wie groß die Notwendigkeit ist, beide Häuser als selbständige Schulen zu führen. Neben dem finanziellen Aspekt ist vor allem die Belastung für die Schulleitung sehr groß, welche eigentlich zwei separate Schulen in zwei Städten führt. Nach dem intensiven Austausch kam Bewegung in die Sache und wir freuen uns nun, dass sie zu einen verbindlichen Termin für die Eigenständigkeit unseres Gymnasiums führen. An dieser Stelle bedanken wir uns bei den Landräten und allen, die sich aktiv für das Projekt eingesetzt haben. Wir glauben, dass es sich nachhaltig positiv auf die Qualität der schulischen Bildung auswirken wird. Davon werden Lehrer, Schüler und die Städte Schkeuditz und Markranstädt profitieren.“

Überrascht waren wir jedoch, dass Stadtrat Gängel (Die Linke) sich absolut gegen diesen Schritt ausgesprochen hat. Wer sich mit den Belangen der Schule intensiv auseinandergesetzt hat, kann dies nur mit Unverständnis aufnehmen. Das dieser Schritt der richtige ist, belegt auch das Statement von Schulleiter Thomas Schönfeldt „…das ist der einzig richtige und logische Schritt…“. 

Mitte Juni folgen dann die analogen Beschlussfassungen des Landkreises Nordsachsen und der Stadt Schkeuditz. Damit wird Markranstädt ab dem Schuljahr 2018/19 wieder ein eigenes Gymnasium.

Weiter wurden folgende Beschlüsse gefasst:

  • Bebauungsplan der Innenentwicklung gemäß § 13a BauGB – Gewerbegebiet Kulkwitz „GE6 – West“ Markranstädt – Einleitung eines förmlichen Satzungsverfahrens nach § 2 BauGB. Dabei soll der Bebauungsplan gemäß §13a Baugesetzbuch als Bebauungsplan der Innenentwicklung ohne Durchführung einer Umweltprüfung nach § 2 Abs. 1 BauGB aufgestellt werden. Der Beschluss wurde einstimmig gefasst.
  •  Bebauungsplan „Photovoltaik-Anlage Schkeitbar“ Markranstädt – Einleitung eines förmlichen Satzungsverfahrens nach § 2 BauGB. Unser Stadtrat Roland Vitz bat in diesem Zusammenhang auf eine angemessene Begrünung um diese Anlage zu achten. Auch wenn es sich hier um eine alte Kiesgrube handelt, so war es doch früher werftvoller landwirtschaftlicher Boden. Der Ortschaftsrat Räpitz stimmte der Vorlage zu. Der Beschluss wurde auch im Stadtrat einstimmig gefasst.
  • Verkauf des Grundstücks (Grund und Boden) Nordstraße 20 a, Flurstück 693/7 Gemarkung Markranstädt zum Preis von 24.480,00 Euro. Hier handelt es sich um eine Altlast aus DDR-Zeiten als Gebäude noch auf fremden Grundstücken errichtet wurden. Entsprechend dem Sachenrechtsbereinigungsgesetzes aus dem Jahr 1994 soll dies nun geordnet werden. Dabei verfolgt das Gesetzt das Ziel, die Eigentumsverhältnisse an Grundstück und Eigenheim unter Wahrung der gegenseitigen Interessen von Gebäudeeigentümer und Nutzer zusammenzuführen. Der Beschluss wurde einstimmig gefasst.
  • Verkauf des Grundstückes (Grund und Boden) Merseburger Straße 22, Flurstück 74/4, Gemarkung Großlehna Flur 1 zum Preis von 14.359,00 Euro. Auch hier soll Grund und Gebäude in ein Eigentum zusammengeführt werden. Auch er wurde einstimmig gefasst.

Weiterhin wurde durch die Stadtverwaltung mitgeteilt, dass sich die geplante Polizeiverordnung aufgrund noch fehlender, statistischer Zahlen verzögert. Auch die Sparkasse Leipzig hat sich zur Schließung der Filiale in Großlehna geäußert. Demnach wird bereits in diesem Jahr die rollende Filiale zum Einsatz kommen und weiter die Agenturlösung mit örtlichen Händlern geprüft. Wir freuen uns, dass der Protest der Großlehnaer Bürger mit Unterstützung des Ortsverbandes Großlehna nicht ganz ohne Wirkung bleibt. Vielen Dank für das Engagement im Sinne eines starken ländlichen Raumes.

Außerdem laufen zum 31. Dezember 2019 die Konzessionsverträge für Strom in Großlehna aus und müssen neu ausgeschrieben werden.

Als Vertreter im Zweckverband „Erholungsgebiet Kulkwitzer See“ entsenden wir künftig unsere Stadtratsmitglieder Birgit Riedel (Stellvertreter: Mike Hienzsch) und Michael Unverricht (Stellvertreterin: Judith Heine).

Zum Abschluss stellte unser Fraktionsvorsitzender Michael Unverricht im Namen der CDU-Fraktion nachfolgenden Antrag:

„Im Zweckverband „Erholungsgebiet Kulkwitzer See“ haben sich die beteiligten Städte Leipzig und Markranstädt zum wesentlichen Ziel gesetzt, das Erholungsgebiet in Bezug auf Naherholung und Tourismus am Kulkwitzer See zu gestalten, zu bewirtschaften und zu entwickeln. Mit der Modernisierung und Neugestaltung des Westufers wurde ein maßgeblicher Beitrag zu diesem Ziel geleistet. Deshalb sollte es im Interesser beider Städte sein, hinsichtlich der offenen Fragen zu den gewährten Fördermitteln, eine einvernehmliche Lösung auf Augenhöhe zu finden.

Deshalb stellt die CDU Fraktion den Antrag, dass der Bürgermeister Jens Spiske zu dieser Thematik kurzfristig einen Termin mit dem Oberbürgermeister Burkhard Jung vereinbart. An dem Termin sollen neben dem Bürgermeister die kompetenten Mitglieder des Zweckverbandes sowie die 1. Beigeordnete als Bearbeiterin des Themas teilnehmen.“

Diesem Antrag ist ein Termin des CDU Stadtverbandes in Dresden beim Sächsischen Städte- und Gemeindetag vorangegangen. Aufgrund dieses Termins ist in das Thema wieder Dynamik eingetreten. Wir meinen, dass es noch eine bessere Lösung, als die von der Verwaltung vorgeschlagene, gibt. Wir sind optimistisch, dass das uns gelingen kann.

 

 

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