Kopf verlauf

Aktuelles aus Markranstädt und seinen Ortsteilen

Übergabe der neuen Kita am Stadtbad an das DRK

Ein besonders großes Weihnachtsgeschenk hat gestern DRK-Vorstand Jens Bruske bekommen. Am Nachmittag überreichte ihm die 1. Beigeordnete der Stadt Markranstädt, Beate Lehmann, feierlich den Schlüssel für die neue Kita Am Stadtbad. Wie berichtet, ist der DRK-Kreisverband Leipzig-Land Träger der 82 Plätze bietenden Einrichtung. Offiziell eröffnet wird diese am 18. Januar, die ersten Kinder werden schon ab 2. Januar erwartet.

 

Quelle : uw, Leipziger Volkszeitung vom 22.12.2017, Seite 24, Foto: André Kempner

Aus dem Stadtrat vom 07.12.2017

Zum letzten Stadtrat in diesem Jahr standen zwei wesentliche Beschlüsse auf der Tagesordnung. Der Erste befasste sich im dem Baubeschluss „Kulkwitzer See – Rundweg durch den Pappelwald“. Aufgrund von Fördermitteln bei einem Kooperationsprojekt mit dem Grünen Ring Leipzig und weiteren Kommunen haben wir die Möglichkeit, den Ausbau des Seerundwegs fortzuführen. Vom Westufer durch den Pappelwald bis zum Parkplatz Göhrenz soll der Bestandsweg ausgebaut werden. Mit 2,50 m Breite wird sich die Qualität des 1,3 km langen Weges deutlich verbessern. Da es sich um einen Waldweg handelt, wird auf Asphalt verzichtet und kommt eine wassergebundene Befestigung analog dem Nordufer zum Einsatz. Leider ist aufgrund der Topgrafie an den Gefällestrecken keine vollständige Barrierefreiheit herstellbar. Der Beschluss wurde mehrheitlich gefasst.

Der zweite Beschluss betraf die Zukunft des Stadtbades. Mit dem Erweiterungsantrag beim Stadtsanierungsprogramm SOP haben wir jetzt die Möglichkeit, die Sanierung fördern zu lassen. Mit 2,5 Mio. Euro ist jedoch nur eine Teil- bzw. schrittweise Sanierung finanzierbar. Als erstes stehen die Sanierung des Beckens mit der Filteranlage und das historische Umkleidegebäude im Mittelpunkt der anstehenden Arbeiten. Der Beschluss „Der Weiterführung des Konzeptes der Teilsanierung des Stadtbades wird zugestimmt, mit dem Ziel, das Projekt möglichst kostensparend unter Ausnutzung aller Fördermöglichkeiten zeitnah realisieren zu können.“ Der Beschluss wurde einstimmig gefasst. Jetzt können in 2018 die Planungen angeschoben und die Sanierung für 2019/20 vorgenommen werden. Wir hoffen natürlich sehr, dass auf die Planungsunterlagen der MBWV zurückgegriffen wird, um Doppelplanungen und damit Doppelkosten zu vermeiden. Denn die MBWV hatte bereits ein Konzept mit umfangreichen Planungsleistungen für eine vollständige Sanierung erarbeiten lassen. Ärgerlich wäre, wenn das alles umsonst gewesen wäre und damit unnötig Geld verschwendet worden wäre.

Dann stellte Geschäftsführer Frank Sparschuh den Jahresabschluss des Jahres 2016 der städtischen MBWV vor. Mit einem Jahresüberschuss von rund 471.000 Euro steht das Unternehmen auf soliden Beinen. Dr. Volker Kirschner empfahl dann auch als Aufsichtsratsvorsitzender die Geschäftsführung zu entlasten.

Folgende Beschlüsse wurden weiterhin gefasst:

  • -        Neufassung der Satzung über die Form der öffentlichen Bekanntmachung und der ortsüblichen Bekanntgabe der Stadt Markranstädt (Bekanntmachungssatzung): Einstimmig
  • -          Aufhebung des Beschlusses der Satzung über die Form der öffentlichen Bekanntmachung und der ortsüblichen Bekanntgabe der Stadt Markranstädt vom 03.11.2016, Beschl.-Nr. 2016/BV/381/1: Einstimmig
  • -          Der Beschluss „Aufhebung des Beschlusses 2017/BV/500 vom 13.06.2017 – Verkauf eines unbebauten Gewerbegrundstücks, Teilfläche Flurstück 693/45 in der Gemarkung Markranstädt – Gewerbegebiet Nordost“ steht in unmittelbarem Zusammenhang mit dem Folgebeschluss „Verkauf eines unbebauten Gewerbegrundstücks, Teilfläche Flurstück 693/45 in der Gemarkung Markranstädt – Gewerbegebiet Nordost“. Dabei hat der ursprüngliche Käufer ein neues Unternehmen für den Erwerb des Grundstückes gegründet. Dies muss beschlusstechnisch angepasst werden. Natürlich stecken dahinter steuerliche Erwägungen. Aber er bewegt sich damit im Rahmen der rechtmäßigen und gesetzlichen Möglichkeiten. Das Grundstück hat eine Größe von 2000 m2 und wird zum Preis von 28.000 Euro an die Sax Estate GmbH verkauft. Der Beschluss wurde mehrheitlich gefasst.

-        Am Ende wurden noch die Sitzungstermine fürs neue Jahr festgelegt, die sich im Wesentlichen an den bekannten Rhythmus der Sitzungsrunden des laufenden Jahres orientieren. Der Beschluss wurde einstimmig gefasst.

 

 

 

 


 

 

CDU Kreisverband Landkreis Leipzig

Borna, 10.10.2017

 

An die

CDU-Bundesvorsitzende und Bundeskanzlerin

Dr. Angela Merkel, MdB

Klingelhöferstrasse 8

10785 Berlin

 

Auswertung Bundestagswahl


Sehr verehrte Frau Bundesvorsitzende, sehr verehrte Frau Bundeskanzlerin,

am Wahlabend der Bundestagswahl 2017 sowie in der erweiterten Kreisvorstandssitzung am 26.9. mit unseren Ortsvorsitzenden und Mandatsträgern haben wir uns gefreut, dass Katharina Landgraf das Direktmandat im Wahlkreis wieder gewonnen hat. Selbstkritisch haben wir uns seitdem mit dem Ergebnis der Wahl bei uns, im Freistaat Sachsen wie in Gesamtdeutschland auseinandergesetzt. Wir nutzten die vergangenen Wochen zur Analyse und erarbeiteten Hinweise zur Verbesserungen der Bundes-, Landespolitik und unserer eigenen Arbeit im Kreisverband. Was folgt für uns aus diesem Ergebnis? Denn darauf kommt es an.

1. Die CDU muss insgesamt demütiger unterwegs sein, sich der Menschen wirklich annehmen. Fehler sind menschlich, Schwierigkeiten der Politik müssen hingenommen, aber auch zugegeben und dann deutlich korrigiert werden. Genau dazu hatte ich Ihnen vor der Wahl gesondert ohne spürbares Echo geschrieben. Große, gerade spontane Entscheidungen bedürfen einer größeren Sorgfalt, um Regeln einzuhalten und um Vertrauen nicht zu zerstören.

2. Wer sich streitet wird nicht gewählt. Es bedarf in Zukunft frühzeitiger Anstrengungen, dass CDU und CSU an einem Strang ziehen – in die gleiche Richtung. Martin Schulz und die SPD hätten von Seiten der CDU im Wahlkampf deutlicher angegriffen werden müssen. Sie haben das auch im Fernsehduell nicht getan, und damit fehlte es hier an Deutlichkeit, das Profil der CDU/ CSU herauszustellen und abzukanten. Die CDU war der SPD für viele Wählerinnen und Wähler zu ähnlich.

3. Der Bundestag in der Großen Koalition wurde mit kurzfristigen Entscheidungen der Regierung offen und immer wieder zu einer Ohnmacht bei Entscheidungen genötigt, die zu einem großen Vertrauensverlust der Abgeordneten im Lande führen mussten. Hier ist größere Achtung vor der Gewaltenteilung sichtbar zu gestalten.

4. Der politisch seit Jahren gewollte niedrige Zins für Geldvermögen führt zu einem Vermögensverlust von Erspartem, welches viele vernünftig denkende Menschen tief trifft. Zusammen mit anderen staatlichen Eingriffen wie Mindestlohn oder den Kosten (besonders im Osten) der Energiewende verliert die Soziale Marktwirtschaft im Alltag der Menschen an Vertrauen. Und gerade in Sachsen haben viele Menschen nach der Wende mit großer marktwirtschaftlicher Zuversicht die Ärmel hochgekrempelt und den Aufbau ermöglicht.

5. Die Bundespolitik muss in sozialen Fragen Rücksicht auf die nehmen, die wirklich der Hilfe bedürfen. Seien es Kinder, die ohne Hilfe außerhalb der Familie keine eigenständige Zukunft haben; seien es Rentner, denen die Rente nicht zum Leben reicht. Hilfe für die, die es offensichtlich nötig haben, wird in Deutschland und auch in Sachsen immer Akzeptanz finden. Die Gesellschaft bei uns in Sachsen schaut nach den Jahren des Wiederaufbaus wohl genauer hin, wem der Staat Wohltaten zukommen lässt. Wenn dann trotzdem der Bundespräsident von „Dunkeldeutschland“ sprach fiel die Antwort in der geheimen Wahl in die Urne.

6. Mehr Klarheit wird auch in der Asylpolitik eingefordert. Das Recht auf Asyl führt zu einem Prüfergebnis, das umzusetzen ist. Als Angebot der Hilfe wie auch als Abschreckung vor Missbrauch. Wir haben den Eindruck, hier ist etwas trotz aller Hilfsbereitschaft in Unordnung und wir Deutschen lassen uns ausnutzen. Daher muss die Sozialhilfe oberhalb der Flüchtlingsversorgung liegen.

7. Der Umgang mit dem Islam muss für Deutschland neu diskutiert werden, gerade auch mit den christlichen Kirchen. Für viele Menschen gehört nicht der Islam, sondern gehören heute Moslems zu Deutschland. Wir garantieren ihnen wie anderen Religionen Glaubensfreiheit, gleiches erwarten wir für Christen in islamischen Ländern.

8. Globale Entwicklungen und Krisen bedürfen der Erklärung und Erläuterung. Die Politik Deutschlands in der EU, mit deren Nachbarn, an den Krisenherden der Welt: Deutsche Interessen müssen beschreibbar und deutlich sein, Verantwortung für Auslandseinsätze der Bundeswehr klar benannt sein. Das stärkt die Unterstützung einer guten Außenpolitik und führt zu Respekt gegenüber den Soldaten. Gleiches gilt für die Russland-Sanktionen, unter denen auch der sächsische kleinstrukturierte Mittelstand sehr leidet.

9. Die Sicherheit im Land muss wieder zu der Selbstverständlichkeit werden, die wir wollen und brauchen. Bund und Länder müssen dazu eng zusammenarbeiten, Verantwortungslücken darf es nicht geben, Grenzen müssen Grenzen bleiben. Wir stehen hinter unserer Polizei, und diese muss das auch merken. Der Unmut, von fernen Entscheidern gegängelt zu werden (Beispiel Wolf) schlägt in Unmut gegen die Politik um – zu Recht. Verantwortlichkeiten sind einzufordern, Freiräume zu gewähren, um die Dinge besser zu machen.

10. Große Verunsicherungen erfahren wir beim Umgang mit den Verbrennungsmotoren. Hier ist ein baldiger strategischer Ausblick erforderlich, der die Bürger und die mittelständischen Unternehmer nicht im Regen stehen lässt. Ein deutlicher Handlungsbedarf besteht unserer Ansicht beim Güterverkehr auf Schienen (Rhein.- und östliche Nord/Südachse) und dem ÖPNV.

11. Abgehängt sein: viele Menschen fühlen sich den modernen Entwicklungen ausgeliefert. Hier müssen Bundes- wie Landespolitik wieder nah an den Menschen agieren und gerade die unterstützen, die vor Ort als Unternehmer, Bürgermeister, Vereinsvorsitzende oder Kirchenvertreter aktiv sind.

12. Ein Kern dabei ist die Achtung vor der Arbeit in Städten und Kreisen, die so ausgestattet sein müssen, dass Freude im Amt möglich ist. Die Kosten für Breitbandausbau, Brückenreparaturen, Flüchtlingsbetreuung oder der Kinderbetreuung landen jedoch immer mehr und wieder in den Kommunalhaushalten und zerstören deren Gestaltungskraft. Dabei denken wir auch an die begrenzte Leistungsfähigkeit der Eltern.

Wir müssen als CDU über die Ebenen wieder besser aufeinander hören und einander ernst nehmen. Dabei sollen solche Hinweise wie dieses Schreiben eines Kreisverbandes helfen. Das war in den letzten Jahren nur holprig der Fall. Wenn uns unser Generalsekretär Peter Tauber auf Anfrage mitteilte, eine Kanzlerin mache keine Fehler und gäbe deshalb keine Fehler zu, versteht das niemand. Es widerspricht auch völlig unserer christlichen Gesinnung.

Deutlich war bei der hohen Wahlbeteiligung, dass die Menschen ein Zeichen setzten und ihre demokratischen Rechte nutzen wollten. Dieses Zeichen müssen wir erkennen, uns darüber nicht beschweren, sondern solide und engagiert an den Themen der Zeit arbeiten. Wir werden es nicht allen recht machen können, aber wir können die Zuversicht zurückholen, mit der CDU wird unser Land gut regiert. Die Sachsen lieben Niveau, auch in ihrer Politik. Insgesamt geht es um viele kleine Dinge, die zusammen eine große Aufgabe bedeuten. Diese Aufgabe kann nur mit Zusammenhalt, dem Willen zum Gestalten und dem wohlmeinenden Blick auf die Menschen im Land, ihren Stolz und ihre Würde, gelingen. Die CDU muss sich dieser Aufgabe weiter ernsthaft und fleißig stellen, nur so werden wir die Kommunalwahlen wie die Landtagswahlen 2019 erfolgreich gewinnen. Und die Bundespolitik entsprechend mitgestalten.

Sehr verehrte Frau Bundesvorsitzende,

bitte fassen Sie unsere Gedanken als Anregungen auf. Gern laden wir Sie in unseren Kreis ein, um über unsere Standpunkte in nächster Zeit miteinander zu diskutieren. Die CDU in Deutschland muss stärkste politische Kraft bleiben und eine starke volksnahe Führungsrolle spielen, das ist auch unser Anspruch in Sachsen. Wir haben in unserem CDU-Kreisverband den Weckruf der Bürger verstanden und hoffen gleiches von Dresden und Berlin.

Unseren Landesvorsitzenden setzen wir gleichlautend in Kenntnis.

Ihnen viel Erfolg bei der Durchsetzung unserer Ziele in den Koalitionsverhandlungen.

 

Mit freundlichen Grüßen

gezeichnet: von Breitenbruch

 


Aus dem Stadtrat vom 02. November 2017

Die Tagesordnung ließ es schon erahnen. Die Linke witterte ihre Chance sich als einzig sozial gerechte Partei inszenieren. Unsere Erörterung zu diesem Thema findet sich in der Pressemitteilung gemeinsam mit den Faktionen SPD, FWM und Bürger für Markranstädt für Erhöhung der Beiträge an Kindereinrichtungen und der Stadtbibliothek.

Bevor in die Tagesordnung eingestiegen wurde, überreichte Bürgermeister Spiske Frau Renate Röder die Sächsische Ehrenamtskarte zur Würdigung ihres Engagements bei der Integration von Flüchtlingen verbunden mit einem Dank. Wir, CDU-Fraktion, schließen uns dem Dank an. Weiterhin stellte sich Sandra Schuh vor. Sie ist seit Oktober neue Schulleiterin an unserer Grundschule „Nils Holgersson“ in Großlehna. Nachdem Frau Jacob zum Schuljahresende in ihren wohlverdienten Ruhestand gegangen ist, wurde die Stelle neu ausgeschrieben. Wir freuen uns, dass mit Frau Schuh eine junge, engagierte Frau für diese verantwortungsvolle Aufgabe gewonnen zu haben, die auch noch aus Markranstädt stammt. Wir wünschen ihr viel Erfolg.

Im Weiteren wurde uns die aktuelle Bestandserhebung und Planung der Kapazität bei den Kindertageseinrichtungen vorgestellt. Nachdem aktuell die Bedarfsdeckung bei den Krippen nur bei 68,7 %, im Kindergarten bei 85,5 % und im Hort bei 91,8 % liegt, steigt sie im kommenden Jahr aufgrund der Eröffnung der neuen KiTa am Stadtbad auf 91,6 % bei der Krippe, 97,6 % beim Kindergarten und 98,0 % im Hort. Dies wird für Entspannung sorgen. Natürlich müssen wir die Entwicklung des Betreuungsbedarfes weiter beobachten und ggf. reagieren.

Folgende Beschlüsse wurden gefasst:

- 7. Änderungssatzung zur Gebührensatzung für die Benutzung der Kindertageseinrichtungen und der Tagespflege in der Stadt Markranstädt: Die Beiträge verändern sich wie folgt:

o Krippe um 12,73 Euro pro Monat auf 204,39 Euro

o Kindergarten um 16,17 Euro pro Monat auf 131,55 Euro

o Hort um 2,40 Euro pro Monat auf 71,65 Euro

- Entgeltordnung für die Nutzung der Stadtbibliothek Markranstädt. Die neuen Beiträge für die Bibliothek ab 01.01.2018 sind:

o Kinder bis 12 Jahre: 3,00 Euro pro Jahr

o Kinder und Jugendliche zwischen 12 und 18 Jahre: 6,00 Euro pro Jahr

o Erwachsene: 12,00 Euro pro Jahr

- Aufhebung der Benutzungsordnung und der Gebührenordnung der Stadtbibliothek Markranstädt vom 11. Mai 1995

- Benutzungsordnung der Stadtbibliothek Markranstädt

- Sanierungsgebiet „Stadtkern Markranstädt“ – Aufhebung der Satzung über die förmliche Festlegung des Sanierungsgebietes

- Bebauungsplan „PV-Anlage Schkeitbar“ Markranstädt – Billigungs- und Auslegungsbeschluss

- Widmung des beschränkt-öffentlichen Weges „Friedhofsweg“ in Quesitz: Dies ermöglicht uns den Weg aus der Straßenunterhaltung zu ertüchtigen bzw. eine Förderung zu beantragen.

Unsere Stadträtin Judith Heine warb unter wichtige Mitteilung für die MINI-WM des SC Markranstädt am 02. Dezember 2017 in Markranstädt, welche sich an der in Leipzig stattfindenden Frauen-Handball-WM anlehnt.

Jens Schwertfeger bat zum Abschluss der Sitzung um eine Aufstellung zu den Projekten im Rahmen des Stadtsanierungsprogramms SOP. Denn durch den Erweiterungsantrag im kommenden Jahr stellt, das doch auch eine Form des Programmabschlusses dar.


Pressemitteilung der Fraktionen CDU, SPD, und FWM sowie Bürger für Markranstädt,

Markranstädt, 05. November 2017:

Wir, die Fraktionen CDU, SPD und FWM sowie  Bürger für Markranstädt  des Markranstädter Stadtrates, stimmten den Beschlüssen zur Erhöhung der Beiträge an Kindereinrichtungen und der Stadtbibliothek zu. Dabei haben wir die Entscheidung nicht leichtfertig getroffen, wie eine dagegen votierte Partei glauben machen möchte. Differenziert und kritisch haben wir uns mit den Themen auseinandergesetzt und abgewogen.

Seit Einführung der Gebühren an der Bibliothek vor mehr als 25 Jahren wurden die Gebühren nicht angepasst und bewegten sich auf einem sehr niedrigen Niveau mit Beiträge für Erwachsene 6 Euro, Jugendliche 3 Euro und Kinder 1,50 Euro pro Jahr. Im Gegenzug haben wir stetig in den vergangenen Jahren in die Infrastruktur und das Leistungsspektrum der Bibliothek investiert. So wurde beispielsweise ein modernes Lesecafé gebaut, der Medienbestand kontinuierlich erneuert und ausgebaut sowie die Onleihe eingeführt. Mittlerweile belaufen sich damit die Ausgaben je Leser und Jahr auf rund 100 Euro. Eine Anhebung auf nunmehr 12 Euro für Erwachsene, 6 Euro für Jugendliche und 3 Euro für Kinder pro Jahr denken nur einen geringen Teil der Kosten. Wir meinen, mit der Anpassung wird zumindest in Teilen dem Wert des hervorragenden Leistungsspektrums der Bibliothek Rechnung getragen. Gerade wenn man bedenkt, dass man für 12 Euro heute nicht einmal ein Buch kaufen kann.  Auch bewegen wir uns damit auf dem Niveau der Bibliotheken der Nachbarstädte.

Natürlich ist auch die Erhöhung der KiTa-Gebühren eine schwierige Angelegenheit, die wir Stadtratsmitglieder nicht leichtfertig treffen. Markranstädts Einrichtungen sind qualitativ hochwertig. Kontinuierlich haben wir seit mehr als zehn Jahren in die Erweiterung der Kapazitäten investiert, um den steigenden Bedarf einer wachsenden Kommune an Betreuungsplätzen gerecht zu werden. Und mit Sicherheit ist das keine einfache Aufgabe. Denn die finanziellen Ressourcen sind begrenzt. Ein verbesserter Personalschlüssel bei der Betreuung und eine Anerkennung der Leistung des pädagogischen Personals durch deutlich verbesserter Vergütung schlagen sich natürlich in den Betriebskosten nieder. Ja sie machen dort den größten Anteil der Ausgaben aus. In Markranstädt werden bereits heute über 6 Mio. Euro der 25,5 Mio. Euro Haushaltsmittel für die Betriebskosten in Kindereinrichtungen ausgegeben. Das ist fast ein Viertel der Mittel. Dabei verteilen sich die Ausgaben auf ca. 2,6 Mio. Euro für die Kommune, ca. 2,2 Mio. Euro Landeszuschuss und 1,3 Mio. Euro Elternbeiträge. Bei der diesjährigen Haushaltsplanung konnten wir sehen, wie schwierig es war, diese stetig steigenden Mittel mit den vorhandenen Einnahmen zu kompensieren. Da wir uns der Verantwortung einer stabilen Haushaltslage bewusst sind und wir auch in Zukunft die positive Entwicklung unserer wachsenden Stadt nachhaltig fördern wollen, ja müssen, haben wir uns für die Anhebung der Beiträge entschieden. Auch wenn wir hier von einer Partei als unsozial diffamiert werden. Doch wir sind der Meinung unsozial ist, wer sich den Herausforderungen unserer wachsenden Stadt nicht stellt und die wichtige Bedeutung einer stabilen Haushaltspolitik außeracht lässt. Zu meinen, dies ließe sich mit einkommensabhängigen Elternbeiträgen zu lösen, unterschätz den sich dahinter verbergenden Verwaltungsaufwand, der sich letztendlich wieder in steigenden Betriebskosten niederschlägt. Auch mit der aktuellen Beitragsberechnung werden soziale Unterschiede berücksichtig. Alleinerziehende erhalten einen 10-prozentigen Nachlass. Für Geschwisterkinder werden ebenfalls Nachlässe gewährt (40 Prozent für das zweite, 80 Prozent für das dritte und das vierte ist sogar beitragsfrei) und natürlich gibt es Familien, wo das Jugendamt den Beitrag aufgrund der finanziellen Situation komplett übernimmt. Aber vielleicht wollten sie sich auch nur als die vermeintlich einzig sozialgerechte Partei inszenieren. Denn welches Risiko gehen sie mit dem Wissen ein, dass die anderen ja sowieso zustimmen werden. So kann man sich ja getrost der Verantwortung entziehen.

Wir alle wollen hochwertige Einrichtungen und eine pädagogische Betreuung, die die individuellen Fähigkeiten unserer Kinder fördern. Wir alle wollten auch eine verbesserte Vergütung der Mitarbeiter in KiTas und einen verbesserten Betreuungsschlüssel. Wir wollen gute Standards für eine gute Zukunft unserer Kinder. Dies alles sollte es uns Wert sein. Wir versichern Ihnen, wir werden auch in Zukunft verlässlich unpopuläre Entscheidungen abwägen und nicht leichtfertig treffen.


Glückwünsche des CDU Stadtverbandes Markranstädt zum Jubiläum 110 Jahre Posaunenchor Markranstädt

Anlässlich des Reformationstages fand in der Sankt Laurentiuskirche ein Gottesdienst statt, an dessen Ausgestaltung auch der Posaunenchor Markranstädt mitwirkte. In diesem Jahr feierte unser Posaunenchor sein 110. Jubiläum. Wir, der CDU Stadtverband Markranstädt, gratulieren vielmals zu dem runden Geburtstag und wünschen auch für die Zukunft im ausreichend Luft in den Lungen.

Dem Jubiläum möchten wir mit einem angemessenen Geschenk würdigen. Dank unseres Mitgliedes Jens Schwertfeger konnten wir als Geschenk eine Posaune überreichen. Die Posaune ist ein Dachbodenfund der Kirchgemeinde Halle-Reideburg. Die Gemeinde hat leider keinen eigenen Posaunenchor mehr. Jedoch gab es den Wunsch, dass diese Posaune wieder in musizierende Hände – bestenfalls bei einem Posaunenchor – gelangt. Der Kirchenvorstand übergab deshalb die Posaune an Jens Schwertfeger. Ein Instrumentenbauer soll sich der Posaune nun noch annehmen, diese prüfen und spielbar wieder herrichten. Wir als CDU werden die Kosten der Reparatur übernehmen. Die Mitglieder des Posaunenchors haben sich sehr gefreut und begrüßen weitere Instrumentenspenden.

 


Eigenständiges Gymnasium in Markranstädt ab dem Schuljahr 2018/2019

Am 02. November 2017 beschloss auch der Stadtrat in Schkeuditz die Auflösung der Zweckvereinbarung zur Führung des Gymnasiums Schkeuditz mit den Häusern Schkeuditz und Markranstädt. Damit ist der Weg frei für die Trennung beider Häuser. Wir begrüßen diese Entscheidung, beendet sie doch einen langen Prozess bis zur Eigenständigkeit des Gymnasiums in Markranstädt. Seit Jahren haben sich die Schülerzahlen positiv entwickelt. Mittlerweile betragen diese schon ca. 650 Schülern je Haus. Damit haben sie eine Größenordnung erreicht, welche die Bildung von zwei selbständigen Schulen ermöglicht. Beide Häuser erhalten so die Chance, sich auf die jeweiligen Herausforderungen und Aufgaben zu konzentrieren und eine eigene Identität nachhaltig zu entwickeln. Den notwendigen Beschlüssen, sowohl in Markranstädt und im Landkreis Nordsachsen als auch insbesondere in der Stadt Schkeuditz sind langwierige und intensive Gespräche und Diskussionen auf den unterschiedlichsten politischen und institutionellen Ebenen vorausgegangen. Wir, der CDU-Stadtverband Markranstädt, bedanken uns bei den Landräten Henry Graichen und Kay Emanuel, welche uns dabei zur Seite standen und uns unterstützt haben. Natürlich gilt unser Dank auch Schulleiter Thomas Schönfeldt und seinem Kollegium, die durch ihr Engagement beiden Häusern den hervorragenden Ruf gegeben haben.

Selbstverständlich war die langjährige Zweckvereinbarung zwischen Schkeuditz und Markranstädt dringend notwendig, um in der Zeit niedriger Schülerzahlen beide Schulstandorte erhalten zu können. Sie war vor allem auch richtig, zeigt sich doch heute, dass damals prognostizierte Entwicklungen nicht zwingend eintreten müssen und man flexibel reagieren kann. Wir plädieren deshalb dafür, dieses erfolgreiche Modell als lohnenswert für ähnliche Situationen in der Zukunft im Auge zu behalten.

Michael Unverricht, Vorsitzender CDU-Stadtverband Markranstädt

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